Eine von vier Insolvenzen ist auf Zahlungsverzug zurückzuführen. Vor allem im Geschäftsverkehr zwischen großen Schuldnern und kleinen Gläubigern kommt es wegen langer Zahlungsziele immer wieder zu Problemen. Die Folge: Gerade KMU, die auf vorhersehbare Geldströme angewiesen sind, können ihre eigenen Lieferanten erst verspätet bezahlen, haben höhere Finanzierungskosten und weniger Spielraum für Investitionen. Mit einer Verordnung zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr will die Europäische Kommission für mehr Fairness sorgen. Außerdem will sie die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandskraft von mittelständischen Unternehmen erhöhen. Das klingt gut, hat aber auch seine Schattenseiten, so das Urteil von Marc Fahrig und Ralf Ehret. Die Experten erläutern, worauf sich Unternehmen jetzt einrichten sollten.