Insights & Perspektiven
Analysen, Ideen und Standpunkte für die strategische Agenda.
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Strategy & Corporate Performance
Nachdem der Arbeitskräftemangel in Deutschland monatelang die Schlagzeilen beherrschte, jagt seit Kurzem eine Ankündigung über Stellenabbau die andere. Auch viele Mittelständler sehen sich durch wachsenden Ergebnisdruck dazu gezwungen, ihre operativen Prozesse zu optimieren. Was dabei oft übersehen wird, ist der Overhead-Bereich. Die Erfahrung zeigt, dass gerade viele mittelständische Unternehmen hier unnötigen Ballast mit sich schleppen. Dabei schlummern im Overhead-Bereich enorme Kostensenkungspotenziale: 15 bis 18 Prozent sind keine Seltenheit. enomyc-Autor Jan Ulrik Holsten erklärt, wie Unternehmen am besten vorgehen und warum der Kunde auch dabei immer König bleiben sollte.
Eine von vier Insolvenzen ist auf Zahlungsverzug zurückzuführen. Vor allem im Geschäftsverkehr zwischen großen Schuldnern und kleinen Gläubigern kommt es wegen langer Zahlungsziele immer wieder zu Problemen. Die Folge: Gerade KMU, die auf vorhersehbare Geldströme angewiesen sind, können ihre eigenen Lieferanten erst verspätet bezahlen, haben höhere Finanzierungskosten und weniger Spielraum für Investitionen. Mit einer Verordnung zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr will die Europäische Kommission für mehr Fairness sorgen. Außerdem will sie die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandskraft von mittelständischen Unternehmen erhöhen. Das klingt gut, hat aber auch seine Schattenseiten, so das Urteil von Marc Fahrig und Ralf Ehret. Die Experten erläutern, worauf sich Unternehmen jetzt einrichten sollten.
Disruptive Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) gewinnen in der Geschäftswelt immer stärker an Bedeutung. Den gehobenen Mittelstand in Deutschland stellt das vor die Herausforderung, diese Technologien nicht nur als Trend zu verstehen, sondern praktisch anzuwenden, um Effizienz und Innovationsfähigkeit zu steigern. Bedenken, die Hürden für den Einstieg seien für Mittelständler zu hoch, sind unbegründet, meint Technologie-Experte und enomyc-Autor Franz A. Wenzel. Zwar sei ein gewisses Maß an Vorbereitung und Training unerlässlich. Eine bis ins letzte Detail ausgearbeitete Strategie zur KI-Integration sei anfangs aber nicht notwendig. Viel entscheidender sind nach seiner Überzeugung zwei Faktoren: Verständnis. Und Zeit.
Interview
Skepsis und Vorbehalte, Faszination und Vorfreude: Egal, wie Sie zu KI stehen – Sie sind sicher nicht allein. Kein Wunder, findet Mario Trapp. Schließlich ist KI eine richtungsweisende Technologie. Sie stößt spürbare Veränderungen an. Und sie provoziert. Auch Mythen: „Wir sind hier im Mittelstand. KI ist zu weit weg von dem, was wir im Kern tun", lautet eine Annahme. Eine falsche, sagt Trapp. Als Partner im Bereich Restructuring & Transformation und Head of Digital Strategy beobachtet er die technologischen Entwicklungen von KI schon eine ganze Weile. Seine Welt? Big Data und Datenanalyse. Seine Branchen? Viele – vorrangig inhabergeführte Unternehmen. Wie wendet er selbst KI im Business an? Sollten Unternehmen schon Chief AI Officers einstellen? Und welche Entwicklungen von KI machen selbst ihn unruhig? Lernen Sie unseren neuen Partner kennen. Und besser prompten.
Interview
Das deutsche Lieferkettengesetz und ein europäisches on top – dessen Abstimmung die FDP in letzter Minute torpedierte. War das nun hilfreich oder nicht? Dr. Tim Bauer kommt selbst aus einer Unternehmerfamilie. Er findet, dem EU-Parlament fehle der Blick für den Mittelstand: „Es wird zu stark die Perspektive der Konzerne und Großbetriebe eingenommen." Zwar inhaltlich ein wichtiges Thema, sei die Ausweitung der Lieferkettenrichtlinie auf kleine und mittlere Unternehmen – wie es die EU-Vorgaben vorsehen – eine Bürde für den Mittelstand in Deutschland. Aber nun mal ungeachtet der politischen Disharmonie, ungeachtet der vorhandenen oder fehlenden Mittel und des Faktors Zeit: Welche Entscheidungen zu ihren Lieferketten sollten Unternehmen ab jetzt treffen und warum? Wie könnte ein Quick Check aussehen? Ein Gespräch mit unserem neuen Partner in Stuttgart.
Seien wir ehrlich: Neue Technologien und bahnbrechende Innovationen sind Themen, die die meisten von uns eher im Silicon Valley als im deutschen Mittelstand vermuten. Dass das nicht die ganze Wahrheit ist, zeigt die lange Reihe deutscher Mittelständler, deren Produkte und Lösungen in der ganzen Welt gefragt sind. Ihr Erfolgsgeheimnis: eine überdurchschnittliche Innovationskraft. Der Top 100-Wettbewerb zeichnet genau solche Unternehmen aus. In diesem Jahr zählt auch enomyc zu den Preisträgern. Wie wird Innovation dort „organisiert“ und was haben Kunden davon, wenn ihre Beratung innovativ ist? Darüber sprachen wir mit Julia Hammer, COO und Geschäftsführerin, und mit Franz Wenzel, Director bei enomyc.
Strategy & Corporate Performance
Die Internationale Möbel- und Einrichtungsmesse (imm) in Köln ist das jährliche Hochamt der Branche. Doch statt wie in den Vorjahren neben neuen Trends auch die eigenen Erfolge zu feiern, war von Partystimmung in der vergangenen Woche wenig zu spüren. Ganz im Gegenteil: Offiziellen Zahlen der Verbände zufolge ist der Umsatz der Möbelbauer und -händler im vergangenen Jahr um 5 bis 7 Prozent zurückgegangen, bei den Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel lag das Minus sogar bei fast 12 Prozent. Sechs von zehn Herstellern machen Kurzarbeit. Über die Ursachen der Krise, aktuelle Prioritäten und neue Chancen hat enomyc-Branchenexperte Marc Fahrig mit Jan Kurth, dem Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) und Markus Meyer, dem Präsidenten des Handelsverbands Möbel und Küchen gesprochen . [1]
Strategy & Corporate Performance
Ein Horror-Szenario für jedes Unternehmen: Einer der umsatzstärksten Kunden ist weggebrochen. Das Management will wissen, wie sich der Ausfall auf das Betriebsergebnis auswirkt. Auch die Folgen für Umsatz, Bestand, Material- und Personalkosten sind schnellstmöglich zu ermitteln. Theoretisch schlägt jetzt die Stunde des Controllings. Doch das ist in der Praxis oft heillos überfordert. Peter Kink beschreibt in seinem Beitrag, wie sich Unternehmen mit gezielter Massendatenauswertung schnell einen Überblick verschaffen. Und warum die Unternehmenssteuerung trotz allem die Domäne der Führungsebene bleibt.