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Die Corona-Pandemie und ihre Folgen, wie u. a. die Störung wichtiger Lieferketten oder Materialverknappung, haben viele Unternehmen in eine existenzbedrohende Krise gestürzt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben mit zweistelligen Umsatz- und Ergebniseinbrüchen zu kämpfen. Besonders hart trifft es Firmen, die es in guten Zeiten versäumt haben, sich für die Krise zu wappnen. Höchste Zeit also, das Thema präventive Restrukturierung jetzt beherzt anzugehen.

Dr. Stefan Frings

90 Prozent der deutschen Unternehmen sind Familienunternehmen. Oft mit einer langen Tradition und mehreren Führungswechsel von Generation zu Generation. Diese Übergabeprozesse gestalten sich oft komplex. “Eine familieninterne Unternehmensübergabe ist für sämtliche Familienmitglieder von großer Bedeutung”, findet Bessie Fischer-Bohn. Die Wirtschaftswissenschaftlerin, Psychotherapeutin und Executive Consultant begleitet Familien seit vielen Jahren beim Führungswechsel. Warum müssen auch die an den Tisch, die sonst nicht am Konferenztisch sitzen? Wie lässt sich das "Prinz Charles-Syndrom" vermeiden? Und was lassen Familien typischerweise außer Acht?

Despina Borelidis

Data has a better idea

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in Deutschland zweifellos einen großen Schub verliehen. Doch nicht überall folgte man der Dynamik freiwillig. Denn während sich vor allem junge Unternehmen mit noch fluiden Strukturen und Prozessen mit der digitalen Ausrichtung leichttun, stößt die umfassende Digitalisierung der Geschäftsprozesse in vielen alteingesessenen Firmen nach wie vor auf Widerstände. Ein Grund mehr, warum auch etablierte Unternehmen spätestens jetzt aktiv werden sollten. Aber bitte mit dem Ziel, Effekte zu erzielen – nicht aus schierem Aktionismus. Denn nach wie vor werden nach unserer Erfahrung viel zu oft digitale Projekte angestoßen, aber nicht konsequent umgesetzt.

Dr. Tim Bauer

Euro-Geldschein schmilzt nach unten, als ob er tropft. Das Bild hat einen dunkelblauen Hintergrund.

Financial Advisory

Inflation frisst Marge

Rohstoffe, Arbeit, Energie, Transport: Alles wird teurer. Doch nicht nur das: Die steigenden Kosten wichtiger Input-Faktoren gefährden die Rentabilität von Unternehmen. Mit unserem interaktiven Inflationsrechner können Sie schnell herausfinden, wie stark Preissteigerungen das Ergebnis Ihres Unternehmens belasten und wie Preiserhöhungen gegenüber den eigenen Kunden für Entlastung sorgen.

Jonas Keppler, Martin Hammer

Findet sich für ein insolventes Industrieunternehmen kein Investor, geht es per Beschluss in die Ausproduktion. Das „Aus“ bedeutet in diesem Falle allerdings keinen sofortigen Stillstand im Werk. Es geht vielmehr um ein sorgsam gesteuertes Auslaufen der Produktion. Um für alle Beteiligten – Mitarbeiter, Kunden, Gläubiger und Lieferanten gleichermaßen – ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Wir sprachen mit Thomas Schulte, Interim-Manager und Geschäftsführer bei der pressmetall GDC Group GmbH und Axel Gerock, Qualitätsmanager und Consultant für Restrukturierung und Sanierung. Als eingespieltes Team begleiteten sie u. a. die Ausproduktion des pressmetall-Werks im mittelfränkischen Gunzenhausen und konnten den Prozess mit ungewöhnlich gutem Ergebnis abschließen.

Ernestine von der Osten-Sacken

Transformation & Restructuring

Insolvenz als Weg aus der Krise

Kommt ein Insolvenzverwalter ins Unternehmen, brennt es meist schon lichterloh. Die Mitarbeiter haben bereits vor Wochen oder Monaten gemerkt, dass etwas schiefläuft und Angst um ihre Zukunft. Doch kein Unternehmen gerät ohne Grund in eine Insolvenz. Häufig wurden leistungswirtschaftliche Probleme seit Jahren nicht beseitigt. Für den Insolvenzverwalter heißt es nun Kräfte zu mobilisieren und die Mitarbeiter zu motivieren. Um sich die Kunden gewogen zu halten, muss mindestens mit derselben Qualität und Liefertreue wie außerhalb des Insolvenzverfahrens geliefert werden. Aus Mitleid beauftragt kein Hersteller dauerhaft ein insolventes Unternehmen. Besonders schwierig wird das in der Ausproduktion. Vor allem hier braucht es erfahrene Interim Manager, um einen hohen Krankenstand zu vermeiden oder Sabotageakte in der Produktion zu verhindern. Welche Rolle übernimmt der Insolvenzverwalter? Warum ist es sinnvoll, mit externen Beratern zusammenzuarbeiten und welche Fähigkeiten müssen Interim Manager mitbringen? Wie kann das Personal motiviert und sowohl die Qualität als auch die Liefertreue für Kunden aufrechterhalten werden? Darüber sprechen wir mit Detlef Specovius, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht bei Schultze & Braun.

Philippe Piscol

Backen ist im Trend: Seit den Lockdowns, in denen vor allem Mehl und Hefe in den Supermärkten ausverkauft waren, hat sich noch eine andere Gewohnheit etabliert: Die Menschen kaufen mehr beim Bäcker nebenan, wohingegen der Bereich der Bäckergastronomie abgenommen hat. „Schuld“ ist das Homeoffice und damit niedriger frequentierte Innenstädte, Bahnhöfe und Flughäfen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Und die Zeichen? Stehen weiterhin klar auf Wandel. Welche Chancen sollten Bäckereien jetzt ergreifen und wie gelingt die professionelle Reorganisation von Betrieben? Dr. Tim Bauer, Managing Consultant bei enomyc, berichtet von vier erprobten Erfolgsfaktoren.

Dr. Tim Bauer